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Das Hornissennest

29.06.2011
by Manfred Fenn 

Und so geht die Geschichte:

Da wird jemand von einer wütenden Hornisse gestochen.
Man sucht, untersucht und man stellt fest: Da gibt es ein Hornissennest!
Doch genauer hingesehen stellt man fest:
Die meisten in diesem Hornissennest sind liebe kleine Bienchen.
Doch man nimmt einen Knüppel und haut auf das Hornissennest.

Erfolg: Man tötet man eine Handvoll Hornissen, aber auch viele, viele kleine Bienchen.
Doch die Hornissen sind nun wütender denn je.
Und sie greifen an und sie stechen und töten in ihrer immer größer werdenden Wut
auch viele, viele Bienchen.

Und wieder haut man auf das Hornissennest und tötet viele Hornissen und noch mehr kleine Bienchen.
Und immer wütender werden die Hornissen und stechen und stechen und stechen.
Und in ihrer Verzweiflung mutieren nun auch viele kleine Bienchen zu Hornissen und stechen den Knüppelträger.
Und der Knüppelträger haut auf das Hornissennest
Und so geht es immer weiter. 10 Jahre und mehr.
-------------

Nun gebe ich dem Hornissennest einen Namen: Afghanistan.
Und die Hornissen: Das sind die Taliban.
Und die Bienchen: Das die afghanischen Frauen und die afghanischen Kinder und
die afghanischen Männer. (Die, die keine Taliban sind!)
Und der Knüppelträger: Das ist die Nato.
Und jeder Hornissenstich bedeutet den Tod eines (meist sehr jungen) Menschen,
der im guten Glauben und mit bestem Vorsatz als Soldat, Entwicklungshelfer etc.
bemüht war, die Taliban zu bekämpfen und den afghanischen Menschen zu helfen.
-------------

Fazit: Die Primitivkultur der Taliban unterscheidet sich in ihren Handlungen
keinen Deut von den Aktionen der Nato.
Aber ich bin nicht so arrogant, dass mir das Wissen um die Verblödung
meiner Mitmenschen reicht, mich abzuwenden.

Ich bin gegen Krieg!

29.6.11 23:06


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Die andere Front – Heroin aus Afghanistan

Frau
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Bundesministerin für Justiz

Mohrenstraße 37

10117 Berlin                                                              Holm, den 25. Juni 2010
Die andere Front – Heroin aus Afghanistan

Sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,

im Schreiben vom 06.04.2010 bat ich Sie, Stellung zu beziehen, mir mitzuteilen, wie Sie einerseits den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan weiterhin verteidigen können, wenn der Mohnanbau dort gestattet wird, und welche Maßnahmen Sie andererseits für die Bekämpfung der Drogenkriminalität in der Bundesrepublik planen. Bis heute erhielt ich von Ihnen keine Antwort.

Ihre Kabinettskollegen Westerwelle und zu Guttenberg, die ich gebeten hatte, mir den Krieg und die Kriegsgründe zu erläutern, antworteten umgehend und ausführlich. Die mir dargebotenen Erklärungen sind wohl nicht zufriedenstellend, doch immerhin wurden meine Schreiben schnellstens beantwortet.

Ich machte Sie in meinem Schreiben auf die Drogenproblematik – sprich auf das Heroin aus Afghanistan - aufmerksam. Im Jahr 2001 wurden in Afghanistan ca. 150 Tonnen Schlafmohn geerntet. Seit dem Sturz der Taliban avancierte Afghanistan nun wieder zum größten Heroinexporteur der Welt. Mehr als 90% des weltweit konsumierten Heroins stammen aus Afghanistan. Offiziellen Angaben nach wurden in 2009 mehr als 6.900 Tonnen Schlafmohn, der Grundstoff für die Heroingewinnung, angebaut.

Die Folgen des Heroinkonsums für Europa und für die Bundesrepublik Deutschland behandeln der Trimbos-Report und der Reitox-Bericht. Auch dem Drogen- und Suchtbericht 2009 der ehemaligen Drogenbeauftragten der Bundesregierung Frau Sabine Bätzing sind furchtbare Fakten zu entnehmen.

An der anderen Front – der Drogenfront – sterben jedes Jahr weltweit mehr als hunderttausend Menschen. In 2009 starben allein in Russland 30.000 Junkies. Die Opfer des weiter unten beschriebenen Schneeballeffektes sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

Und das ist nun die andere Front, die sich infolge des humanitären nicht internationalen Kriegseinsatzes der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan auftut:

 

Im Jahr 2009 starben 1.331 Menschen in Deutschland direkt infolge von Drogeneinwirkung. Fast die Hälfte, 571 (in Worten fünfhunderteinundsiebzig) fixten sich mit Heroin tot. Während also in 8 Jahren Krieg 43 deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben lassen mussten (wofür?), fielen 571 Menschen allein in 2009 in Deutschland unmittelbar an der Drogenfront.

Nicht mitgezählt sind diejenigen, die durch den Schneeballeffekt der Suchtdroge umkamen: Diejenigen, die sich beim Kontakt mit Heroinabhängigen mit AIDS/HIV, Hepatitis-B, Hepatitis-C und anderen Krankheiten infizierten und ein elendes Ende fanden. Hierzu sind die Freier der Drogenprostitution zu zählen und wiederum deren Ehefrauen und Kinder. Und weitere Menschen werden infiziert, die entsprechende Kontakte zu den anderen Opfern hatten.

Es erkranken Ärzte, Zahnärzte, Krankenhauspersonal, Polizisten, Helfer bei Unfällen etc. etc. die bei einem unglücklichen Kontakt mit dem Blut Infizierter in Berührung kommen, und auch sie tragen die Krankheiten weiter. Die Hepatitis-B kann bereits durch die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen werden. Einmal geniest und schon ist es geschehen.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der EBDD (europäische Drogenbeobachtungsstelle) Joao Goulao heute erklärte am 24.06.2010 dem Standard – Tageszeitung in Österreich -, dass das wachsende Heroinproblem seit Anfang der 80er Jahre zu mehr als 100.000 Todesfällen in Europa führte. Erfasst wurden jedoch nur die Todesfälle, die in direktem Zusammenhang mit dem Heroinkonsum standen, nicht die Sterbefälle, die Folge des Schnellballeffektes der Ansteckung und Verbreitung von AIDS/HIV und anderen tödlichen Krankheiten waren.

In ihrem jüngsten Bericht "Trends beim injizierenden Drogenkonsum in Europa" schätzt die EBDD, dass es in der EU heute zwischen 750.000 und einer Million aktive injizierende Drogenkonsumenten gibt. In den meisten Fällen handelt es sich um Heroinabhängige. Sicherlich liegt der Bericht bereits auf Ihrem Schreibtisch.

Ein hohes Bruttosozialprodukt ist für Finanz- und Wirtschaftsminister ein Merkmal einer prosperierenden Volkswirtschaft. Doch in die Summierung des BSP fließen auch die Ausgaben für die Bekämpfung der Drogenkriminalität ein. Ebenfalls wird diese Statistik durch die Aufwendungen im Gesundheitsbereich aufgebläht, Kosten, die auch durch die Behandlung der Heroinabhängigen und der durch den genannten Schneeballeffekt Erkrankten entstehen. Wie hoch ist der Anteil dieser Kosten am BSP der Bundesrepublik Deutschland?

Das Leiden betroffener Angehöriger von Abhängigen und Kranken wie auch das der Opfer der Drogenkriminalität lässt sich nicht in Zahlen fassen. Doch auch diese sind Kriegsopfer an der anderen Front des Afghanistankrieges.

Dem Bericht der Illustrierten „Stern“ „General MCCrazy fliegt, die Kriegslüge bleibt“ vom 24.06.2010 ist zu entnehmen, dass der Drogengroßhandel von der US-Regierung und daraus folgernd, auch von der Deutschen Bundesregierung geduldet wird. Die ISAF-Truppe steht nur noch in Afghanistan, weil sie mittlerweile die schlimmsten Verbrecher und Drogenhändler, wie den Halbbruder des Wahlbetrügers und Präsidenten von Afghanistan, Karzai, hofiert.

Der Verteidigungsminister Herr zu Guttenberg schrieb mir am 16.04.2010:

„Maßnahmen, die in Deutschland zur Drogenbekämpfung durchgeführt werden, stehen in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Drogenanbau in Afghanistan.“

Frau Leutheusser-Schnarrenberger, bitte erklären Sie dem Verteidigungsminister, dass zwischen dem Drogenanbau in Afghanistan und dem Drogenelend in der Bundesrepublik sehr wohl ein Zusammenhang besteht. Während er an der Front in Afghanistan recht erfolglos kämpft, wird das Heroin in Hamburg zu Dumpingpreisen verkauft. Die Drogenhändler Afghanistans sind mit den Drogenhändlern weltweit, so auch in Deutschland, vernetzt.

Als Sie, sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger, am 14.12.1995 als Justizministerin Ihren Rücktritt aus Protest gegen die akustische Wohnraumüberwachung im Rahmen des „Großen Lauschangriffes“ erklärten, haben Sie bewiesen, dass Sie eine Politikerin mit Rückgrat sind. Ich bitte Sie heute, diese aufrechte Haltung noch einmal zu zeigen. Treten Sie den Kriegsbefürwortern entgegen! Reden Sie Tacheles! Und bitte antworten Sie mir!

Mit freundlichen Grüßen

 

25.6.10 03:26


Schreiben an Guido Westerwelle - Außenminister 06.04.2010

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm

Herrn

Guido Westerwelle

Außenminister und Vizekanzler der Deutschen Bundesregierung

Werderscher Markt 1

10117 Berlin                                                                                               
Holm, den 06. April 2010

 

 

Afghanistaneinsatz-/konflikt - hier: Petition an Sie persönlich

 

 

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

 
als Bundesbürger trage ich die moralische Verantwortung der Handlungen der vom Volke gewählten Bundesregierung Deutschland. Zudem zahle ich die Steuern, durch die unter anderem die Mittel für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und für Ihre Diäten bereitgestellt werden.
 
Ich bitte SIE deshalb, mir zu antworten, mir Grund und Sinn des Krieges in Afghanistan (offizieller Terminus: nichtinternationaler bewaffneter Konflikt) zu erklären. Und ich bitte Sie, hier die relevanten UN-Resolutionen und Nato-Richtlinien aufzuführen, aufgrund derer der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan erfolgt. Weiterhin bitte Sie bei der Beantwortung meiner Frage, Zusammenwirken von Verteidigungsfall und UN-Mandat zu erläutern.
  
Weiterhin bitte ich um Klärung / Erklärung folgender Punkte:

1) Presseberichten habe ich entnommen, dass die neue Strategie des amerikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers Barack Obama den Mohnanbau in Afghanistan Bauern und den Taliban, die die Waffen niedergelegt haben, gestattet. Ist die Bundesregierung in diese Pläne eingeweiht und welche Maßnahmen sind für die innerdeutsche Drogenbekämpfung (ausdrücklich Opiate, insbesondere Heroin) angedacht?

2) Während der Operation Muschtarak (gemeinsam) wurde Presseberichten nach die Stadt Mardscha (Marjah, Marjeh und div. andere Schreibweisen) eingenommen. Laut diesen Berichten, die auf Angaben amerikanischer Militärs fußen, soll es sich um eine Stadt mit 80.000 bis 85.000 Einwohnern handeln. Angaben der Bundeswehr nach ist Mardscha jedoch nur ein Dorf, während im ganzen Distrikt Nad Ali, in dem dieses Dorf liegt, offiziellen Angaben nach nur 66.000 Menschen leben. Ich bitte um eine offizielle Klärung und Erklärung  dieses Widerspruches.

3) Unter Hinweis auf das humanitäre Völkerrecht (s. Genfer Konvention), auf die Resolution 1674 des UN-Sicherheitsrates sowie auf den Paragraphen 8, Abs. 6 Nr. 2 des Völkerstrafgesetzbuches bitte ich um Mitteilung, ob Ihnen bekannt ist, dass bei dem Vorfall vom 03./04.09.2009 in der Nähe von Kundus (Bombardierung zweier Tanklastzüge) Personen angegriffen wurden, die nicht unmittelbar an den Feindseligkeiten teilnahmen und sich in der Gewalt der gegnerischen Partei befanden. Ich frage hier ausschließlich nach Ihrem aktuellen persönlichen Kenntnisstand. Ermittlungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Karlsruhe und des Untersuchungsausschusses Kundus stehen mit dieser Frage in keinem Zusammenhang.


Ich weise auf mein Petitionsinformationsrecht hin. Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Voraus!

 

Mit freundlichen Grüßen

www.manfredfenn.de

 

8.4.10 10:06


Petition an Frau Leutheusser-Schnarrenberger - Heroin 06.04.2010

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm

Frau
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Bundesministerin für Justiz

Mohrenstraße 37

 

10117 Berlin                                                                   

Holm, den 06. April 2010

 

 

 

 

Afghanistaneinsatz-/konflikt – Opiate/Heroin aus Afghanistan
hier: Petition an Sie persönlich

 

 

Sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,

 

als Bundesbürger trage ich die moralische Verantwortung der Handlungen der vom Volke gewählten Bundesregierung Deutschland. Zudem zahle ich die Steuern, durch die unter anderem die Mittel für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und für Ihre Diäten bereitgestellt werden.
 
Presseberichten habe ich entnommen, dass die neue Strategie des amerikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers Barack Obama den Mohnanbau in Afghanistan Bauern und den Taliban, die die Waffen niedergelegt haben, gestattet. Ist die Bundesregierung in diese Pläne eingeweiht und welche Maßnahmen sind für die innerdeutsche Drogenbekämpfung (ausdrücklich Opiate, insbesondere Heroin) angedacht?

In den vergangenen 40 Jahren sind durch die Droge Heroin wohl 40.000 Menschen in der Bundesrepublik gestorben. In 2009 starben in Russland 30.000 Menschen und in Europa ca. 10.000 Menschen am Konsum dieses Rauschmittels. Eine besonders hohe Kriminalitätsrate, Drogenprostitution und die Ausbreitung schlimmster Infektionskrankheiten wie AIDS/HIV, Hepatitis C + B sowie andere Krankheiten waren und sind Folge/Begleiterscheinungen der Heroinsucht.

 

Ich bitte Sie mir nun mitzuteilen, wie Sie einerseits den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan weiterhin verteidigen können, wenn der Mohnanbau dort gestattet wird, und welche Maßnahmen Sie andererseits für die Bekämpfung der Drogenkriminalität in der Bundesrepublik planen. Ich bitte Sie, die Kosten der Bekämpfung der Drogenkriminalität sowie die Folgekosten im Gesundheitsbereich für die kommenden Jahre aufzubereiten und zu erläutern.

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Voraus!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

www.manfredfenn.de

8.4.10 10:03


Mail an H.C. Stroebele - Betr.: Geisterstadt Mardscha

Wie wir von unseren Abgeordneten verschaukelt werden, ist allgemein bekannt. Nun versucht unser lieber H.-C. Stroebele es mit einem besonderen Trick.

Ich hatte ihm dargestellt und nachgewiesen, dass Mardscha (verschiedenen Schreibweisen - Marjah, Marjeh etc.) keine Ortschaft mit 80.000 bis 85.000 Einwohnern ist.  In Mardschah befinden sich keine Kliniken, Schulen und PC-Läden.

Die Darstellung von Mardscha als größere Ortschaft stammt von der US-Armee, die mit gefälschten Bildmaterial und großspurigen Interviews McChrystals und anderen Militärs Werbung für den Krieg betreibt.

H.-C. Stroebele antwortete auf meine Zuschriften und versicherte, diesen Fake aufzuklären.

Nun hatte mir die Bundeswehr direkt Bild- und Zahlenmaterial über Mardscha zur Verfügung gestellt. Das habe ich selbstverständlich ihm und anderen Abgeordneten weitergeleitet. Ich hoffte, dass nun energisch reagiert würde und die US-Armee aufgefordert würde, uns nicht zu belügen.

Nun stellt H.-C. Stroebele sich dumm und fragt mich, was ich denn überhaupt wolle. Mardschah exitiere doch!

Daraufhin sandte ich ihm folgende Mail am 27.03.2010:

Sehr geehrter Herr Stroebele!

 

 

Selbstverständlich (in Zeiten von Internet und Google) findet man die Stadt Mardscha in den Google-Maps. Hier eben unter dem Namen Marjeh (das hatte ich Ihnen doch mitgeteilt!). Und die deutsche Bundeswehr nennt Mardscha Marjah.

 

Es geht doch darum, sehr geehrter Herr Stroebele, dass diese „Stadt“ keine Stadt ist. Mardscha ist ein Dorf bestehend aus maximal 50 Lehmhütten.
Es geht darum, dass die Presseberichte dennoch suggerierten, es handele sich um eine Stadt mit 80.000 bis 85.000 Einwohnern. (unwahr!)

 

Es geht darum, dass geschrieben wurde, es seien nach der Befreiung dieser Stadt aus den Händen der Taliban Kliniken, Schulen, PC-Läden etc. wiedereröffnet worden. (unwahr!)
Es geht darum, dass auf „einem der vielen Marktplätze“ Mardschas 600 Polizisten Platz gefunden haben sollen. (unwahr!)
Es geht darum, dass zudem Bildmaterial geliefert wurde, dass den Eindruck einer großen Ortschaft vortäuschte. (gefälscht!)
Es geht darum, dass Interviews mit hohen Militärs abgedruckt wurden, in denen Mardscha von diesen als sehr große Ortschaft dargestellt wurde. (unwahr!)

 

 

Herr Stroebele, es geht einfach darum, dass wir hier ganz offensichtlich belogen wurden.
Und nicht die Presse hat sich hier etwas aus den Fingern gesogen.
Die Presse hat nur Meldungen der US-Armee verbreitet.

 

 

Diese Fehlinformationen der US-Armee dienten ausschließlich dazu, den kriegsmüden Amerikanern und Europäern (69% der Deutschen sind gegen den Einsatz in Afghanistan) Erfolge vorzuweisen, die suggerieren sollten, dass die neue Strategie des amerikanischen Präsidenten erfolgreicher sei als die kriegerischen Maßnahmen seines Vorgängers in den letzten 8 Jahren. Mit Lügen sollen wir weiterhin dazu gebracht werden, dass wir junge Menschen in einen schmutzigen, mörderischen Krieg senden, sollen weiterhin die moralische Verantwortung für den Tod und das Elend in Afghanistan tragen.

 

 

Sehr geehrter Herr Stroebele, ich bin gegen Krieg und ganz besonders bin ich gegen den Krieg in Afghanistan, weil ich für alles, was dort geschieht, die moralische Verantwortung trage.
Sehr geehrter Herr Stroebele, ich trage bereits seit 58 Jahren die moralische Verantwortung für Verbrechen, die ich nicht verhindern konnte. Denn in der Zeit des Dritten Reiches war ich noch nicht geboren.
Sehr geehrter Herr Stroebele, ich bin keinesfalls ein Nazi – und dennoch wurde ich hier in Deutschland häufig als Nazi beschimpft. Obwohl ich stets alles getan habe, was ich für Menschen aus anderen Ländern tun konnte.
Im europäischen Ausland, in Frankreich, Dänemark und Holland wurden manche Menschen mir gegenüber aggressiv, wenn sie feststellten, dass ich aus Deutschland stamme.

 

 

Und das muss ich ertragen, weil der Widerstand unter den Deutschen gegen die Naziverbrecher nicht energisch genug war.
Und, Herr Stroebele, denen, die mich da bepöbelten, mich schubsten, bespuckten und sogar verprügeln wollten, kann ich nicht wirklich böse sein.
Denn in ihnen steckt eine Wut, weil das Unfassbare, das Böse von deutschem Boden ausging.
Und so bemühe ich mich, friedlich zu agieren, darzustellen, dass wir Deutschen nicht von Grund auf schlecht sind, so wie immer noch manche annehmen.
Doch ich weiß, dass die Schuld der Verbrecher aus dem Dritten Reich noch lange auf den Schultern jedes Deutschen lasten wird.

 

 

Deshalb bin ich nicht bereit, die Verantwortung für weitere Verbrechen zu übernehmen. Ich bin gegen diesen Krieg.

 

 

Und wenn sie schon Krieg machen, die Damen und Herren aus dem Bundestag, dann verlange ich, dass ich nicht belogen werde.
Die Berichte über Mardscha sind definitiv Lügen.
Das habe ich Ihnen und den anderen Abgeordneten bewiesen.
Anhand der Presseberichte, anhand meiner Recherchen, anhand der Dokumentation der deutschen Bundeswehr.

 

 

Da ich gerade das Wort Lügen aussprach, bleiben wir doch dabei.
Auch im Fall des Todes von 142 Menschen in der Nähe von Kundus am 03./04.09.2009 wird gelogen.
Ja, Herr Stroebele, die deutschen Wähler wurden und werden belogen.
Einige Lügen sind aufgedeckt.
Doch es wird weiter gelogen.

 

Oder will ein Bundestagsabgeordneter behaupten, dass hier nicht gelogen wurde?
Das hier nicht gelogen wird?
Wie wollen die Damen und Herren im Bundestag denn die widersprüchlichen Aussagen sonst werten?

 

 

Es handelt sich bei den Zeugen und sonstigen Verantwortlichen nicht um irgendwelche Dorftrottel, die nicht eins und eins zusammenzählen können, sondern es handelt sich um hochintelligente Menschen, die genau wissen, was sie tun.

Wer von diesen Menschen lügt, kann ich nicht feststellen. Das wäre die Aufgabe des Untersuchungsausschusses. Wie auch Ihnen nicht entgangen sein wird, sucht der Ausschuss leider weniger nach der Wahrheit. Mehr bemühen sich die einzelnen Fraktionen, ihre Parteigänger in einem guten Lichte erscheinen zu lassen. Und obendrein scheinen alle gemeinsam bemüht, den Krieg in Afghanistan schön färben zu wollen.

Das, Herr Stroebele, ist widerlich, ist geradezu verbrecherisch.

 

Der Fall Mardscha mag eine kleine Lüge sein. Das Lügengewirr bezüglich des Gemetzels in Kundus ist augenscheinlich schwerwiegender. Doch wie oft wurden wir Deutschen jetzt schon wieder von unserer Regierung, von unseren Abgeordneten, von Bundeswehrangehörigen belogen? Wann kommen andere, vielleicht noch schrecklichere Wahrheiten ans Tageslicht? Ich denke an Kinderprostituierte im Kosovo, ich denke an einen Hufeisenplan, ich denke an C-Waffen im Irak, ich denke an den Einsatz von Uran-Munition und von weißen Phosphor, ich denke an Folter und an Entführung deutscher Staatsbürger und an Guantanamo und an Abu Ghraib und mit Grauen denke ich an das Dritte Reich..

 

Herr Stroebele, in Anbetracht der Tatsache, dass ich als Deutscher die moralische Verantwortung für die Sauereien in Afghanistan tragen muss, dass ich diese Schweinereien auch noch bezahlen soll, dass ich derjenige sein soll, der die Diäten von Abgeordneten blechen soll, die nicht im geringsten bemüht sind, dem Bundesbürger die Wahrheit zu sagen, bitte ich Sie jetzt, etwas Licht ins Dunkel der Lügenmafia zu bringen. Publizieren Sie die Lügen um die „Stadt“ Mardscha. Und fordern Sie die Lügner auf, sich in aller Öffentlichkeit zu entschuldigen. Denn hier wurden Fakten geschaffen.

 

 

Nun, Herr Stroebele, habe ich mir etwas Luft gemacht. Habe Ihnen deutlich geschildert, worum es mir geht. Im Falle der Fiktion Mardscha sowie in der Sache Kundus, und ich habe Ihnen mitgeteilt, wie ich ganz allgemein zum Krieg in Afghanistan, der ja gar keiner sein soll, stehe. Denn ein Angriffskrieg ist nach Art. 26 des Grundgesetzes verboten. Und nach § 80 des Strafgesetzbuches müssten diejenigen, die einen Angriffskrieg vorbereitet haben, mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred Fenn

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Mail von H.-C. Stroebele:

Von: Stroebele Hans-Christian Laptop [mailto:hans-christian.stroebele.lt@bundestag.de] Im Auftrag von Stroebele Hans-Christian
Gesendet: Freitag, 26. März 2010 19:08
An: Manfred Fenn
Betreff: AW: Marjah (Mardscha etc.)

 

 

 

Sehr geehrter Herr Fenn.

 

 

Mir erschließt sich nicht, wer denn nun in welchem Punkt gelogen haben soll.

 

Die unterschiedliche Schreibweise erklärt doch, warum Sie und ich die Stadt auf der Karte nicht orten konnten.

 

 

Mit freundlichem Gruß

 

Ströbele

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Mail an H.-C. Stroebele am 04.03.2010

Von: Manfred Fenn [mailto:manfred.fenn@mymail.ch]
Gesendet: Donnerstag, 4. März 2010 04:01
An: Stroebele Hans-Christian
Betreff: Zwei kleine Fragen bezüglich der Stadt Mardscha, Afghanistan

 

Sehr geehrter Herr Stroebele,

 

 

ich bitte Sie, mir zwei kleine Fragen zu beantworten.

 

 

Als Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland interessiere ich mich für den schrecklichen Krieg in Afghanistan und so habe ich auch die Berichte über die Operation „Muschtarak“ (andere Schreibweise in den Medien: Moshtarak) in den Medien verfolgt.

 

 

Unter anderem berichtete der Spiegel am 25.02.2010 davon, dass die Talibanhochburg, die Stadt Mardscha unter Kontrolle der Regierung in Kabul sei. Ich zitiere: Das etwa 80.000 Einwohner zählende Mardscha war bis vor wenigen Tagen noch eine Hochburg der Extremisten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,680369,00.html

 

Auch andere Medien erwähnten, dass diese Stadt 80.000 bis 85.000 Einwohner haben soll.

 

Als unparteiischer Beobachter wollte ich mir diese Stadt, die ja mindestens 80.000 Einwohner haben soll, auf der Karte anschauen. Doch ich habe diese Stadt nicht gefunden. Weder mit den Google-Maps noch mit der Street View von Google entdeckte ich eine Stadt namens Mardschah (andere Schreibweisen in den Medien: Mardscha, Marjah, Marja, Mardjeh u. Marjeh).

 

 

Auch in der Wikipedia ist die Stadt in der Länderliste Afghanistans nicht zu finden.
Und ebenso gab mir die Internetseite Citypopulation keinen Aufschluss:
http://www.citypopulation.de/Afghanistan_d.html

 

In der Online Version des Spektrum der Wissenschaft Verlaggesellschaft mbH suchte ich vergeblich nach dieser lt. Medienberichten eben nicht kleinen Stadt.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/360098

 

Negativ verlief meine Recherche bei der Uni-Regensburg:
http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/einzeln.phtml?bib_id=ub_kl&colors=31&ocolors=40&titel_id=4405

 

Meine Suche nach dieser Stadt hatte auch beim Duden Verlag keinen Erfolg:

 

http://www.duden.de/suche/index.php?suchwort=marjeh&suchbereich=mixed

 

Zwar existiert in der Wikipedia an anderer Stelle ein Eintrag „Mardscha“, der jedoch erst am 13.02.2010 eingestellt wurde. Dieser Eintrag wurde aufgrund einer Studie des Institute Study of War getätigt. Die  Studie selbst bezieht sich jedoch auf Medienberichte, deren Herkunft unbekannt ist.

 

 

Auf den Google-Maps dagegen wird ein Flecken mit Namen Marjeh angezeigt, der maximal 30 Lehmhütten umfassen dürfte.

 

 

Sehr geehrter Herr Stroebele, nun meine Fragen:
Wo liegt Mardscha, diese Stadt mit den 80.000 bis 85.000 Einwohnern?

 

Wo befinden sich unsere Verbündeten?

 

 

Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred Fenn

 

28.3.10 11:39


Petition an die Drogenbeauftragte des Deutschen Bundestages Frau Mechthild Dyckmans vom 27.02.2010

Heroin aus Afghanistan mit höchstem Reinhaltsgehalt zum Spottpreis von 25,00€ läßt der amerikanische Nobelpräsi Obama zu vertreiben. 30.000 Menschen starben in Russland in 2009 an dem Gift. Und die Welle schwemmt auch über Deutschland hinweg. Deshlb meine Petition an Frau Dyckmans, die sie an den Petitionsausschuss weitergeleitet hat.

 

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax: 030/227-76475 und 030/20640-4960
Frau
Mechthild Dyckmans
Drogenbeauftragte des Deutschen Bundestages
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                         Holm, den 27. Februar 2010


Petition - Heroin aus Afghanistan


Sehr geehrte Frau Dyckmans,
in der Anlage sende ich Ihnen einen Bericht aus dem Standard (www.standard.at), der besagt, dass die USA keine Opium-Plantagen in Afghanistan mehr zerstören wird. Dieses klingt, wie auch der Chef der russischen Drogenkontrollbehörde Viktor Iwanow zitiert wird, nach einer Garantie zur Straffreiheit. Diese nach Amtsantritt von Präsident Barack Obama verkündete neue Strategie bezüglich des Mohnanbaus sichert auch den Export des daraus gewonnenen Heroins aus Afghanistan und den weltweiten Handel dieser gefährlichsten Droge in Bezug auf Suchtpotenzial sowie sozialer Schädigung.

In Deutschland wurde bereits im Jahr 2008 ein Anstieg auf 1.449 Drogentodesfälle, das sind 3,9% mehr als im Vorjahr, registriert. 72.200 Substitutionspatienten wurden gemeldet. (lt. Drogen- und Suchtbericht 2009). Der Bericht des Rimbos-Institutes sagt aus, dass eine Heroinüberdosierung unter den direkten drogenbedingten Todesfällen am häufigsten auftritt.

Zwar wurde in 2008 weniger Heroin sichergestellt als in 2007, doch liegt der Korrelationskoeffizient r2 mit 0,262 recht nahe bei 0, Das heißt, es besteht kaum ein Zusammenhang zwischen der beschlagnahmten Menge der Droge und der Anzahl der Drogentoten. (Untersuchung Mischa Wirth, Schweiz, s. www.kanti-wohlen.ch)

Der Deutschen Suchthilfestatistik ist zu entnehmen, dass 9,6% der Konsumenten von Opioiden HIV-positiv getestet wurden. Die Anzahl der Hepatitis C Infizierten liegt wesentlich höher. Auch die Zahl der an Hepatitis B und Tuberkulose Erkrankten zeigt eine starke Korrelation zum Konsum intravenös verabreichter Drogen, zu denen insbesondere das Heroin zählt.
Der Reitox-Bericht 2008 zeigt auf, dass der Reinheitsgrad des Heroins, der 1997 noch bei 9% lag, in 2006 auf 15,6% und in 2007 gar auf 20.3% stieg. Der Straßenverkaufspreis fiel auf ein Minimum von 35,60€ pro Gramm. Persönliche Recherchen ergaben, dass der Preis für ein Gramm Heroin in Hamburg bei nur noch 25,00€ liegt.
Bereits 1996 wurde die Zahl der Heroin‑Konsumenten weltweit auf mehr als 50 Millionen Menschen geschätzt (fast 1% der Weltbevölkerung), in Europa auf etwa 0,5 bis 1,5 Millionen (vgl. Geschwinde 1996:217). In Russland hat sich die Zahl der Heroinkonsumenten in den letzten 10 Jahren verzehnfacht. Die Folge sind 30.000 Tote Russen. (dts, Deutsche Textservice Nachrichtenagentur vom 22.10.2009) Auch das sind Menschen. Die Zahl der Toten weltweit kann nicht erfasst werden, da in vielen Ländern der Dritten Welt keine zentralen rsp. ähnlich funktionierende Behörden wie in Europa und den USA existieren.
Von 2001 bis 2007 stieg die Menge des aus Afghanistan exportierten Heroins auf 92% des Gesamtvolumens des auf dem Weltmarkt befindlichen Stoffes. Die Opiumernte 2008 erbrachte rd. 8.500 Tonnen in Afghanistan während in Burma (Myanmar) und Laos nur noch 410 Tonnen angebaut wurden.
Insbesondere über Usbekistan und die Balkanroute kommt das Heroin auf den deutschen Markt. (http://uzbekistan.usembassy.gov/incsr_2009.html) und (http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/AB/AB_01580/fnameorig_160194.html).
Das Bundesmodellprojekt „Heroingestützte Behandlung“ hilft nur Alt-Usern. Die neue Heroinwelle, die nun aus Afghanistan über die Welt und eben auch in die Bundesrepublik schwappt, gefährdet jedoch speziell aufgrund des Reinheitsgrades der Droge Neueinsteiger in die Drogenszene.
Nach einer Handvoll Fakten, sehr geehrte Frau Dyckmans, komme ich nun auf mein Anliegen zu sprechen. Ich bitte Sie, der neuen Strategie des US-Präsidenten und der Nato entgegenzutreten, da durch die jetzt fast unumschränkte Duldung des Mohnanbaues in Afghanistan Jahr für Jahr mehr Menschen in Kontakt mit dem Heroin kommen, abhängig werden und häufig an der Droge oder an den Folgen des Konsums (Aids, Hepatitis C, etc.) sterben.

Zum menschlichen Elend kommen unbezifferbare Kosten aufgrund erhöhter Drogenkriminalität und der Ausgaben im Gesundheitsbereich.
Das Experiment der Gestattung der Mohnfelder in Afghanistan ist absurd und kontraproduktiv. Auch unter den Taliban hatten die Bauern durch Anbau von Lebensmitteln ein Einkommen, das die notwendigsten Bedürfnisse deckte. Eine gezielte und direkte finanzielle Unterstützung dieser Menschen als Beihilfe zur Umstellung von Mohnanbau zum Anbau anderer Agrarprodukte wäre sinnvoll und würde auf lange Sicht viele Menschenleben retten und eben oben erwähnte Kosten sparen. Zudem würde es den Taliban, die nach offizieller Verlautbarung ihre Waffenkäufe durch das Opium finanzieren, die Einnahmequellen nehmen.

Wenn Sie sich engagieren, sich für etwas einsetzen, also für etwas kämpfen, steht immer der Mensch im Mittelpunkt. So steht es auf Ihrer Homepage. Nun bitte ich Sie, Frau Dyckmans, für die Heroinabhängigen in Deutschland und der Welt zu kämpfen. Kämpfen Sie bitte für die Opfer der Drogenkriminalität und letztendlich für den Steuerzahler, der die Kosten des Elends tragen muss.
Die erwähnten umfangreichen Berichte liegen im Bundestag vor. Da die anderen fast ebenso umfangreich sind, bitte ich Sie, diese bei Bedarf im Internet einzusehen. Allein den Artikel vom 27.02.2010 aus dem Standard sende ich Ihnen anbei. Dieses Schreiben stelle ich als offenen Brief auf meine Internetseite www.manfredfenn.de. Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus!


Mit freundlichen Grüßen

 

 

26.3.10 14:57


Kundus

Der Tod von 142 Menschen wird im Untersuchungsausschuss Kundus (Verteidigungsausschuss) diskutiert. Doch es ist ein laues Geplänkel. Weder das Mandat der Regierung wurde bislang klargestellt noch wurden wichtige Zeugen geladen.

Die Tatsache, dass nicht nur die später zerbombten Tanklastwagen von "Aufständischen" gekapert wurden, sondern dass auch deren Fahrer entführt wurden, machte mich besonders stutzig. Darf man Geiseln töten?

Es steht nicht einmal fest, wieviele Menschen von den Taliban entführt wurden. Und es ist nicht sicher, ob nicht auch Geiseln beim Bombenabwurf verbrannten.

Ich bat deshalb in einer Petition vom 21.12.2009 diese Angelegenheit zu klären und dafür Sorge zu tragen, dass zumindest in Zukunft keine Geiseln mehr von den eigenen Streikräften getötet würden.

Diese Petition wurde mit HInweis auf den konstituierten Untersuchungsausschuss zurückgewiesen. Ich beschwerte mich beim Verteidigungsminister zu Guttenberg, der bis heute nicht geantwortet hat. Eine Kopie dieses Schreibens sandte ich jedem Bundestagsabgeordneten. Diverse Schriftwechsel folgte.

Chronologisch geordnet stelle ich einige dieser Schreiben ein.

Schreiben Nr. 1:

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 22880 Wedel

Herrn
Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg
Verteidigungsminister im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Petition

Sehr geehrter Herr Dr. zu Guttenberg,

der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat meine anliegende Petition vom 21. Dezember 2009 mit Hinweis auf den Untersuchungsausschuss, der unter anderem die Vorgänge am 3./4. September 2009 aufklären soll, nicht veröffentlicht. Der mir in Kopie zugestellte Antrag der Fraktionen an den Verteidigungsausschuss (Untersuchungsausschuss) geht in seinen Fragen jedoch nicht explizit auf mein Anliegen ein.
Ihnen sind die Vorgänge um Kunduz bekannt; ich fasse mich deshalb kurz:
Es wurden am 3./4. September 2009 bei Kunduz nicht einfach Tanklastzüge vom Kriegsgegner gekapert, es wurden auch die Fahrer dieser LKW’s entführt. Während der „geheime“ Isaf-Bericht von 2 Fahrern spricht, berichtete unter anderem die Tagesschau am 7. September 2009, dass 2 Fahrer und 2 Beifahrer (macht 4 Personen) entführt wurden, von denen 1 Fahrer das Bombardement überlebte und zu dem nur 8 Kilometer vom Geschehen entfernten Standort der Deutschen Bundeswehr flüchten konnte.
Das Motiv des Angriffes wurde von Politikern und Medien diskutiert: Sollten die Tanklastzüge zerstört werden, da diese als rollende Bomben eingesetzt könnten oder wollte man möglichst viele Taliban töten?
Die an den Verteidigungsausschuss gestellten Fragen des Bundestages übergehen das Faktum, dass vorsätzlich Leib und Leben von Geiseln in Gefahr gebracht, evtl. einige gar getötet wurden.
Ich bitte Sie nun der Allgemeinheit, sprich den in Deutschland ansässigen Menschen, und mir folgende Fragen zu beantworten:
1 Wie viele Menschen wurden mit den Tanklastzügen am 3./4. September 2009 entführt?
2 Sind Geiseln durch das Bombardement ums Leben gekommen?
3 Ist es Befehlshabern der Bundeswehr im Rahmen ihres Mandates gestattet, Geiseln als Köder zu nutzen, um dann möglichst viele Kriegsgegner (hier: Taliban) zu töten?
4 Offensichtlich wurden beim Angriff auf die Tanklastzüge nicht nur Taliban und Zivilisten getötet, deren Ableben in einem Krieg als Kollateralschaden bezeichnet wird, sondern hier wurde der Tod von Geiseln billigend in Kauf genommen. Dieser Vorgang bedarf in jedem Falle einer strafrechtlichen Beurteilung, denn auch der Versuch, einem anderen Menschen Schaden an Leib und Leben zuzufügen (Mord, Todschlag und andere Vergehen gegen Leib und Leben), sind nach Deutschem Recht strafbar. Entsprechend der demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Gewaltenteilung ist für die Beurteilung dieser Art von Verbrechen und Vergehen die dritte Gewalt, nämlich die Judikative sprich ein ordentliches Gericht zuständig. Mit welchem Recht also maßen sich Legislative (der Bundestag) und Exekutive (die Bundesregierung) an, strafrechtliche Untersuchungen unter Ausschluss der Judikativen vorzunehmen und Dokumente und Aussagen, die der Aufklärung einer Straftat dienen, nicht unverzüglich an die zuständigen Gerichte weiterzuleiten?
Dieses Schreiben an Sie versende ich als offenen Brief, d.h. dass ich den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, der Presse, verschiedenen Organisationen und den Gerichten Kopien zustellen werde.
Für eine Antwort danke ich Ihnen im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Schreiben Nr. 2:

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Wehrbeauftragter der Bundeswehr
Reinhold Robbe
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                                            Holm, den 01. Februar 2010



Krieg in Afghanistan – Geiseln als Köder


Sehr geehrter Herr Robbe,

Ihnen sind die Vorfälle um Kunduz am 03./04.09.2009 bestens bekannt. Zur weiteren Information habe ich Kopien meiner Petition, der Ablehnung selbiger und meines Schreibens an den Verteidigungsminister beigefügt. Deshalb beginne ich ohne lange Vorrede.

Die Tanklastzüge in Kunduz wurden ohne Vorwarnung bombardiert, obwohl die entführten Fahrer und evtl. auch Beifahrer (widersprüchliche Angeben in ISAF-Bericht und Pressemeldungen bezüglich der Anzahl der Geiseln) sich an Ort und Stelle befinden mussten.

Ich bitte Sie zu klären, ob Kunduz nun ein erfolgreicher Test einer neuen Strategie im Kampf gegen Terroristen sein soll. Es werden Menschen entführt (in diesem Falle die Fahrer der Tanklastzüge – in Zukunft Soldaten, Journalisten, Rotkreuzmitarbeiter etc.), dann wartet man ab, bis sich genügend Gegner um die Geiseln herum versammelt haben und wirft schlussendlich die Bombe. Die eigenen Verluste bezeichnet man später als Kollateralschaden und feiert den Sieg.

Gegen dieses Vorgehen protestiere ich in aller Form!!!

Der Krieg (laut Aussage des Verteidigungsministers ein Bürgerkrieg – also doch ein Krieg) hat den mir vorliegenden Angaben nach bereits das Leben von 36 jungen Soldaten gekostet. Ich, Herr Robbe, war auch Soldat und sehe meine Kameraden immer noch vor mir. Lebenslustig, doch bereit, diesen Staat, diese Demokratie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen. Dass die jungen Soldaten heute als Köder missbraucht werden könnten, ist pervers, widernatürlich, anormal.

Es darf nicht sein, dass Menschen wie der Speck in der Mausefalle oder wie der Wurm am Angelhaken missbraucht werden.

Aufgrund der Berichte kann ich mich des rein subjektiven Eindruckes nicht verwehren, dass der Vorfall Resultat psychopatischer Persönlichkeitsveränderungen der Verantwortlichen ist. Diese sind umgehend ärztlich zu untersuchen.

Ich versende dieses Schreiben als „offenen“ Brief, werde Kopien in einer Pressemitteilung an verschiedene Zeitungen und Fernsehsender geben und ihn auf meiner Homepage
www.manfredfenn.de einstellen. Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen                                                                                             Anlagen

Schreiben Nr. 3:

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax: 030/227-76180
Herrn
Paul Schäfer
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                                                Holm, den 20. Februar 2010

Untersuchungsausschuss Kundus - Verteidigungsausschuss


Sehr geehrter Herr Schäfer,

Professor Norman Paech empfahl mir, Ihnen mein Anliegen vorzutragen. So bitte ich Sie als Obmann der Fraktion DIE LINKE im Untersuchungsausschuss darauf einzuwirken, dass der Untersuchungsausschuss feststellt,

1) dass die Fahrer der Tanklastzüge (Deutsche Staatsbürger afghanischer Herkunft) bewusst und vorsätzlich in Lebensgefahr gebracht wurden.

2) ob eventuell Geiseln im Inferno bei Kundus getötet wurden. Es steht nicht fest, ob 2 Fahrer oder auch die 2 Beifahrer entführt wurden. (Die ARD-Tagesschau vom 07.09.09 ging von vier entführten Personen aus.)

3) dass im Falle einer Entführung deutscher Soldaten, Mitarbeiter oder ziviler Aufbaukräfte diese nicht von den eigenen Streitkräften getötet werden dürfen.

4) dass die Bundeswehr sich nicht auf eine Stufe mit den Taliban stellen darf, die ihre Kämpfer zu Selbstmordattentaten anstiften. Die Bundeswehr darf nicht entführen lassen, um daraus einen militärischen Erfolg zu erzielen.

Auf meiner Internetseite
www.manfredfenn.de finden Sie unter der Rubrik „Köderstrategie“, die Schreiben, die ich bislang an den Bundestag, den Verteidigungsminister und an andere geschrieben habe. Auch dieses Schreiben sende ich Ihnen als offenen Brief, den ich auf meine Homepage einstellen werde. Mein Schreiben an Herrn Dr. Enrico Brissa vom 19.02.2010 habe ich zur Kenntnisnahme beigefügt.

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen                                                                                             

Schreiben Nr. 4:

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax: 030/227-76318 und 04101/553665
Herrn
Dr. Ernst Dieter Rossmann
Mitglied des Deutschen Bundestages
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                                             

Holm, den 28. Februar 2010


Untersuchungsausschuss Kundus – Verteidigungsausschuss


Sehr geehrter Herr Dr. Rossmann,
ich danke Ihnen für Ihr Schreiben vom 25.02.2010. In der Anlage faxe ich ihnen ad 1 meinen Forderungskatalog an den Untersuchungsausschuss Kundus.
Sodann danke ich Ihnen für die umfangreichen Informationen bezüglich des Afghanistan-Engagements dieser Regierung, der Rede- und Diskussionsbeiträge der SPD sowie des Forderungskataloges Task Force Afghanistan – Pakistan der SPD-Bundestagsfraktion.
Leider enthalten alle Papiere Phrasen und Scheinargumente, die zu widerlegen sind. Um mich kurz zu fassen, gehe ich hier nur auf einige wenige, aber wesentliche  Punkte ein.
Entsprechend der neuen Strategie des US-Präsidenten Obama wird der Mohnanbau den zivilen Bauern und Überläufern der Taliban gestattet. Seit dem Ende der Taliban-Regierung in Afghanistan steigt die Produktion von Heroin von Jahr zu Jahr. Der Reinheitsgrad des Rauschgiftes in Deutschland lag in 2008 bereits bei 20,3% (1997 9%). Die Folgen sind entsetzlich. Ich habe die Drogenbeauftragte des Deutschen Bundestages, Frau Mechthild Dyckmans, in einer Petition, die ich Ihnen ad 2 beifüge, gebeten, dieser Strategie zu widersprechen. Ich bitte Sie, diese Petition zur Kenntnis zu nehmen und sich ihr anzuschließen.
Ich mache an dieser Stelle auf einen Brandbrief des russischen Botschafters Dimitrij Rogosin an den US-Admiral James Stavridis aufmerksam, in dem er darauf hinweist, dass die von Drogen ausgehende Gefahr als einer der wichtigsten Destabilisierungsfaktoren zu berücksichtigen sei. (s. Spiegelbericht vom 22.01.2010)

Zwar ist Korruption eine Seuche, die aufgrund menschlicher Schwächen wohl nie vollständig ausgerottet werden kann. Doch die SPD hat in der Zeit, als sie noch mitregierte, den korrupten afghanischen Präsidenten Karzai nicht nur geduldet sondern ihn auch unterstützt. Dieser Mann stellt ein Schlachtschiff der Korruption dar, ein Vorbild für alle seine Nachfolger, da er von den Regierungen, die die Aufbauhilfe leisten und die ISAF/OEF-Truppen stellen, toleriert wird. Dieser Mann verdient keinen Respekt und das afghanische Volk wird ihn nie dulden. Aus diesem Dilemma heraus werden immer wieder neue bewaffnete Konflikte entstehen.
Zur Innenpolitik Afghanistans ist sodann noch das Problem der Unterdrückung der Frauen zu erwähnen. Das, Herr Dr. Rossmann ist ein kulturelles Problem, nicht ein Problem, der speziell auf Afghanistan zutrifft. Ich bin in der Kultur der Aufklärung groß geworden und empört über die ungleiche Behandlung von Frau und Mann, wo immer sie auch vorkommt.
Doch wir sollten alle nicht vergessen, dass der Schutz vor Übergriffen durch Privatpersonen bis 1948, gerade bei Übergriffen auf Frauen, in der Menschenrechtsdeklaration nicht vorgesehen war. Bis 1950 mussten Lehrerinnen in Bayern ihren Beruf aufgeben, wenn sie heirateten, Erst seit 1977 gibt es keine vorgeschriebene Aufgabenteilung mehr in der Ehe. Und endlich wurden 1979 die väterlichen Vorrechte bei der Kindererziehung in der Bundesrepublik vollständig beseitigt. (In diesem Jahr besetzte die Sowjetunion Afghanistan.)
Diese Frauenrechte jedoch mit Gewalt, mit Krieg durchzusetzen, hieße gleichermaßen, dass wir noch viele Kriege zu führen hätten. Die Rechte der Frauen in den islamischen Staaten, allen voran Saudi-Arabien, Libyen, die Golfstaaten, auch in Pakistan und im Iran werden mit Füßen getreten. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Die Verhältnisse in ganz Afrika sind furchtbar. In 28 afrikanischen Staaten werden Genitalverstümmelungen durchgeführt, um die Frauen gefügiger zu machen. Das gleiche findet in Jemen, Indonesien, Malaysia und im irakischen Kurdistan statt.
Auch in anderen Staaten und anderen Kontinenten herrscht brutalste Unterdrückung der Frauen. In Indien folgen manche Frauen freiwillig dem Gatten heute noch auf den Scheiterhaufen, um im nächsten Leben als Mann wiedergeboren zu werden. Allein das Kastenwesen entrechtet hier nicht nur die Frau, sondern die Mehrzahl der Inder in den „unteren“ Kasten. Der nächste Kriegsschauplatz läge dann in Lateinamerika, wo die Frau unter der Überlegenheit des Machos leidet.
Wohin, Herr Dr. Rossmann, sollen wir unsere Bundeswehr also zuerst entsenden, um weitere Frauen zu befreien?
Die von der Regierung und auch die von der SPD angeführten Gründe für den Krieg in Afghanistan sind einfach absurd. Es ist ein blutiger Krieg, ein schmutziger Krieg, in dem gerade aufgrund des Eingriffes der westlichen Staaten die Einwohner Afghanistans leiden. Tatsache ist, dass die Kriegswitwen und -waisen dort betteln gehen müssen, da sie von keiner Seite her Unterstützung erhalten. In Kabul gibt es kaum noch eine Frau, die keine Burka trägt. Das Krankenhauspersonal besteht fast nur noch aus Männern. Selbst unter den Taliban war das nicht so.
Letztlich gehe ich noch einmal auf die Verantwortung der Politiker ein, die das Geschehen in der Nähe von Kundus am 03./04.09.2009 nur stückweise und immer noch nicht vollständig ans Tageslicht gebracht haben. Der Verteidigungsminister zu Guttenberg weiß eventuell mehr, als er bis heute den deutschen Staatsbürgern gestanden hat. Das könnte ihn in Bedrängnis bringen.
Von Frau Merkel ist bekannt, dass sie sich nach dem genannten Vorfall intensiv bemüht hat, über das Internet Informationen einzuholen. Da sie aber auch von offizieller Seite informiert worden sein muss, steht fest, dass die Kanzlerin wie ein Grab geschwiegen hat.
Doch auch Frank-Walter Steinmeier weiß um die Geschehnisse in der Bombennacht, denn er war seinerzeit Außenminister und als solcher bestens informiert. Wenn er sich nicht informiert hat, so wäre das eine so grobe Fahrlässigkeit, dass sein Bundestagsmandat obsolet würde. Und wenn er informiert war, wäre das noch schlimmer. Denn bis heute hat er dem Deutschen Wahlvolk keinen reinen Wein eingeschenkt. Um seine Partei nicht unnötig zu belasten, sollte er sich ins Privatleben zurückziehen.

Das Gleiche gilt für den neuen Außenminister Guido Westerwelle. Er ist nicht nur im Besitz der Unterlagen seines Vorgängers, sondern er hat auch alle Informationen erhalten, die nach dem Wahltag über seinen Schreibtisch gingen. Und er hat, wie die bereits Genannten, geschwiegen, verheimlicht, verdunkelt und, lax gesagt, Straftäter bewusst gedeckt.
Dieses Schreiben sende ich Ihnen als offenen Brief, den ich auf meine Homepage einstellen werde. Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus!

Mitfreundlichen Grüßen                                                                                       Anlage Forderungskatalog

 

Meine Forderungen - jetzt an den Untersuchungsausschuss Kundus

(Verteidigungsausschuss)

Der Untersuchungsausschuss möge feststellen:

1.
dass die Fahrer der Tanklastzüge (Deutsche Staatsbürger

afghanischer Herkunft) bewusst und vorsätzlich in Lebensgefahr

gebracht wurden.

2.
ob eventuell Geiseln im Inferno bei Kundus getötet wurden. Es steht nicht

fest, ob 2 Fahrer oder auch die 2 Beifahrer entführt wurden.

Die ARD-Tagesschau vom 07.09.09 berichtete von 4 entführten Personen.

3.
dass im Falle einer Entführung deutscher Soldaten, Mitarbeiter oder ziviler

Aufbaukräfte diese nicht von den eigenen Streitkräften getötet werden dürfen.

4.
dass die Bundeswehr sich nicht auf eine Stufe mit den Taliban stellen darf,

die ihre Kämpfer zu Selbstmordattentaten anstiften. Die Bundeswehr darf

nicht entführen lassen, um daraus einen militärischen Erfolg zu erzielen.

 

Schreiben Nr. 5:

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax: 030/227-76180 und 0228/18468905
Herrn
Paul Schäfer
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                                               

Holm, den 07. März 2010


Untersuchungsausschuss Kundus


Sehr geehrter Herr Schäfer,

ich danke Ihnen für Ihr recht ausführliches Fax vom 05.03.2010. Da meine zugegeben nicht sehr präzise gestellten Fragen sich auf zwei unterschiedliche schwerwiegende Tatbestände beziehen, gehe ich in diesem ersten Schreiben nur auf den Vorfall vom 03./04.09.2009 bei Kundus ein. Im folgenden Schreiben erläutere ich sodann meine offenen Fragen zu Mardscha.


1) Hat der Untersuchungsausschuss Kundus die bislang vorgeladenen Zeugen nach dem Aufenthalt der Fahrer während des Vorfalles am 03./04.09.2009 befragt?

2) Sollten Sie aufgrund der Geheimhaltungsvorschriften hierzu jetzt keine Antwort geben dürfen, bitte ich Sie mir mitzuteilen, wann die Deutschen Staatsbürger und die deutschen Behörden (Staatsanwaltschaft, Gerichte) über den Verlauf der Befragungen der Zeugen des Untersuchungsausschusses informiert werden.

Ich mache darauf aufmerksam, dass ich keinesfalls der Unschuldsvermutung Betroffener entgegentrete. Staatsanwaltschaften und Gerichte aber ordnen schon beim Verdacht auf geringfügigere Vergehen (z.B. Einbruch oder Steuerhinterziehung) Untersuchungshaft an, wenn Verdunklungsgefahr besteht. Das Vorgehen des Untersuchungsausschusses ist deshalb äußerst dubios. Es wurden Menschen (die Geiseln!) in Lebensgefahr gebracht und mindestens die Leiche einer Geisel ist verschwunden, doch die Verdächtigen werden offensichtlich begünstigt, da der Untersuchungsausschuss ihnen Verdunklungsmöglichkeiten offeriert.

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Schreiben Nr. 6:


Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax: 030/227-76405
Frau
Susanne Kastner im Deutschen Bundestag
Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Kundus
Verteidigungsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                                                      
Holm, den 14. März 2010



Untersuchungsausschuss Kundus  


Sehr geehrte Frau Kastner,

den Medienberichten entnehme ich, dass der Untersuchungsausschuss Kundus bemüht ist, den Vorfall aufzuklären. Aber wichtige Zeugen und Zusammenhänge werden hierbei scheinbar übersehen. Ich weise deshalb auf folgende Fragen und deren Erläuterungen hin. Ich bitte Sie, diese zu prüfen.

1.)    Wann wird der überlebende Fahrer der Tanklastzüge Abdul Malek vorgeladen und als Zeuge gehört? Werden Mitarbeiter der Firma Supreme bezüglich der Anzahl der eingesetzten Fahrer gehört? Dieses Unternehmen, das eine Filiale ist in Frankfurt unterhält, hat lt. Spiegelbericht den Transport durchgeführt.

2.)    Wann werden die unmittelbar nach dem Vorfall ermittelnden Feldjäger und Major Teuscher vorgeladen und gehört? Ich weise ausdrücklich auf den vorletzten Absatz des Feldjägerberichtes (Seite 27) hin.

3.)    Ermittelt der Untersuchungsausschuss, aufgrund welcher Tatsachen die Journalisten der ARD Tagesschau am 07.09.2009 berichteten, dass die Taliban vier Fahrer der Tanklastzüge entführten?

Erläuterungen zu meinen Fragen:

Zu 1.) Abdul Malek ist die einzige namentlich bekannte Geisel, die das Bombardement auf die Tanklastzüge überlebt hat. Er floh nach der Bombennacht zum nur 8km entfernten deutschen Standort. Zu klären ist, ob seine Aussage durch die Anwesenheit der militärischen Führungskräfte vor Ort inkl. Oberst Klein beeinflusst wurde.

           

Außerdem kann Herr Malek bekunden, ob und wie viele Zivilisten sich kurz vor dem Bombardement in der Nähe der Tanklastzüge aufhielten. Somit ist Herr Malek einer der wichtigsten Zeugen, der über die Ereignisse in der Nacht vom 03./04.09.2009 am und im Kundus Fluss Auskunft geben kann.

Zu 2.) Der Feldjägerbericht (Seite 27 / Abschnitt: Ergänzung um weitere MP- und San-Erkenntnisse / 4. Absatz) sagt Folgendes aus::


„Kurze Zeit später wurde die PolStation PD III KDZ besucht, es befand sich dort keine verbrannte Leiche mehr. Angeblich habe es sich um einen der beiden Fahrer aus dem Führerhaus eines Tanklastwagens gehandelt. Nach Aussage Station-Cdr wurden die verbrannten Leichenteile gegen Mittag freigegeben, er könne keine Angaben zum Verbleib dieser Überreste machen.“

           

Die Redewendung, „um einen der beiden Fahrer aus dem Führerhaus“ deutet darauf  hin, dass zwei Fahrer der Tanklaster im Führerhaus verbrannt sind. Auch stellt sich die Frage, ob die Taliban Leichen der/des ermordeten Fahrer(s) im Führerhaus liegen ließen oder ob diese(r) noch lebte(n), als die Bomben fielen und wer die Leichen zur Polizeistation brachte.

Zu 3.) Kann die Quelle des Berichtes der Tagesschau der ARD vom 07.09.2009 ermittelt werden? Ich zitiere einen Ausschnitt aus dem Bericht:

           
„Bestätigt ist, dass Aufständische in der Nacht zum Freitag bei der Entführung zweier Tanklastzüge auf der Versorgungsroute durch Kundus entdeckt worden waren. Die Taliban töteten dabei drei der vier Fahrer.“

Es ist jetzt bereits klar, dass die Zeugen gelogen haben, die behaupteten, dass ihnen nichts von der Anwesenheit von Zivilisten in der Bombennacht bekannt gewesen sei. Denn jeder Beteiligte wusste, dass mit den Tanklastzügen auch die Fahrer entführt wurden. Geklärt werden muss, ob Geiseln (Fahrer) durch die Bomben getötet wurden.

Ich bitte Sie um Mitteilung, ob sich der Untersuchungsausschuss mit dem angesprochenen Fragenkomplex befassen wird.

 

Anmerkung: Leider sind in den letzten Tagen E-Mails, die mir gesandt wurden sowie E-Mails, die ich versandt habe, im Nirwana-Bereich des Internets verschwunden. Auch mein Blog war im Internet zeitweise nicht mehr erreichbar. Vielleicht handelt es sich ja um ein technisches Problem. Ich sende Ihnen dieses Schreiben deshalb über mehrere Kommunikationswege.

Mit freundlichen Grüßen 

Anlage                                                                                                   Seite 27 / Feldjägerbericht

Schreiben Nr. 7:

 

Von: Manfred Fenn [manfred.fenn@mymail.ch]
Gesendet: Sonntag, 21. März 2010 03:04
An: 'paul.schaefer@wk.bundestag.de'; 'susanne.kastner@bundestag.de'; 'ernstreinhard.
beck@bundestag.de'; 'rainer.arnold@bundestag.de'; 'elke.hoff@bundestag.de';
'omid.nouripour@bundestag.de'
Cc: 'angela.merkel@bundestag.de'; 'frank-walter.steinmeier@bundestag.de';
'guido.westerwelle@bundestag.de'; 'karl-theodor.guttenberg@bundestag.de'; 'info@bild.de';
'leser@welt.de'; 'online@neon.de'; 'wir@derwesten.de'; 'NZZ Online 031 (redaktion@nzz.ch)';
'Der Standard 028 (info@derStandard.at)'; 'redaktion@taz-hamburg.de'
Betreff: Untersuchungsausschuss Kundus - hier: Bitte und Beschwerde
21.03.2010
An die
Obleute des Untersuchungsausschusses Kundus
und weitere (zur Kenntnisnahme)
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin sehr überrascht von der Art und Weise, wie der Untersuchungsausschuss dieses heikle Thema anpackt. Die „Welt“ vom 19.03.2010 beschreibt es so wie auch ich das Vorgehen des Untersuchungsausschusses deute:
„Doch spätestens seit der ersten öffentlichen Sitzung des Gremiums in dieser Woche drohen diese Untersuchungen abzugleiten: Es geht bei den Sitzungen immer weniger um die Vorgänge des 4. September und die damals amtierenden Entscheidungsträger. Stattdessen rückt eine Randfigur in den Mittelpunkt: Der erst Wochen später zum Verteidigungsminister gekürte Karl-Theodor zu Guttenberg.“
Was mich anbetracht dieser Tatsachen besonders entsetzt, ist, dass diejenigen, die sich Kriegsgegner nennen, in eben dieselbe Kerbe schlagen.
Aber ich spreche alle an, ob Sie diesen Krieg nun als notwendig betrachten oder ob Sie gegen diesen Krieg Stellung beziehen. Es geht im Untersuchungsausschuss doch um die Frage, ob der Einsatz in Übereinstimmung mit den politischen Mandaten, der operativen Planung sowie den Befehlen und Einsatzrichtlinien des COM ISAF und der Bundeswehr durchgeführt wurden.
Diese Frage wurde zwar erst als Frage 7 im Antrag auf die Konstituierung des Untersuchungsausschusses gestellt, doch muss erst diese Frage geklärt werden bevor die anderen Fragen beantwortet werden können. Denn erst wenn diese Frage beantwortet ist, kann eine Antwort darauf gefunden werden, ob ein Beteiligter „falsch“ gehandelt hat.
Der Untersuchungsausschuss bemüht sich augenscheinlich nicht einmal darum, die erste Frage zu klären. Wer hatte im Verantwortungsbereich der Bundesregierung und der Bundeswehr zu welchem Zeitpunkt von wem Kenntnisse über das Geschehen?
Meine Damen und Herren Obleute, bislang wurden weder aus dem Bundeskanzleramt noch aus dem auswärtigen Amt verantwortliche Personen vorgeladen.
Auch das Ermittlungsverfahren der Bundesstaatsanwaltschaft gegen Oberst Klein und seinen Flugleitoffizier kann so nur im Sande verlaufen und deshalb der Bundesrepublik Deutschland sowie der Bundeswehr einen beträchtlichen innen- und außenpolitischen Schaden zufügen. Wie soll die Staatsanwaltschaft ermitteln, ob ein Delikt vorlag, wenn das Mandat der Bundesregierung im Afghanistaneinsatz ungeklärt bleibt.
Ich betone, dass ich der Unschuldsvermutung in keiner Weise entgegentrete. Es bleibt jedoch im Dunkeln, ob der Befehl zum Bombenabwurf gegeben wurde, weil
a) die Beteiligten der Situation nicht gewachsen waren oder
b) die Offiziere einfach Angst hatten (obwohl im Standort bei Kundus bereits im März 2009 siebenhundertsiebzig (770) gut ausgerüstete Soldaten mit Panzerfahrzeugen stationiert waren, die den 8 km entfernten Ort, an dem die gekaperten Lastkraftwagen im Kundusfluß feststeckten, schnell hätten erreichen können) oder
c) diese Menschen krank sind (Posttraumatische Belastungsstörung, psychopathologische Erkrankung, etc.) oder
d) die Offiziere entsprechend des Mandates der Bundesregierung getötet haben (und dann wohl unschuldig sind, weil sie ihre Pflicht erfüllten).
Sehr geehrte Damen und Herren, ich beschwere mich hiermit über die unzureichende Ermittlungstätigkeit des Untersuchungsausschusses. Ich bitte Sie dringlich, die Angelegenheit professionell aufzuklären.
Hierzu ist unter anderem notwendig, dass
1) die Verantwortlichen aus dem Bundeskanzleramt (explizit Frau Angela Merkel) und dem Auswärtigem Amt (explizit Herr Frank-Walter Steinmeier und Herr Guido Westerwelle) vorgeladen werden und dem Untersuchungsausschuss umfassend das Mandat der Bundeswehr erläutern und
2) die überlebende Geisel, der Fahrer des einen Tanklastzuges, Herr Abdul Malek, und weitere der Bundeswehr bekannte Überlebende des Militärschlages die Situation vor und nach dem Bombardement am Kundusfluß schildern sowie
3) die ermittelnden Feldjäger (s. ISAF-Bericht) die Ergebnisse ihrer Ermittlungen dem Untersuchungsausschuss mitteilen. Der schriftliche Bericht ist nach Einschätzung des Herrn Peter Wichert unzulänglich. Deshalb müssen die Soldaten die Untersuchungsergebnisse vor dem Ausschuss unbedingt erläutern.
Ich erinnere Sie daran, dass die Bürger der Bundesrepublik Sie gewählt haben und Ihnen mit ihrem Votum das größte Vertrauen entgegenbrachten.
Diese Mail sende ich Ihnen als offenen Brief, den ich auch auf meine Internetseite einstellen werde.
Für eine Antwort danke ich Ihnen im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Fenn

 

 

Schreiben Nr. 8:

 

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax:0721/8191590
An die
Bundesstaatsanwaltschaft Karlsruhe
Brauerstraße 30
76135 Karlsruhe                                                      

Holm, den 25. März 2010


Ermittlungsverfahren gegen Oberst Klein und weitere

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte Sie bei diesen Ermittlungen zu beachten, dass vorsätzlich und bewusst Zivilisten (Geiseln) getötet werden sollten. Es steht nicht fest, ob Geiseln getötet wurden.

Am 03./04.09.2009 wurden nicht nur die später bombardierten Lastkraftwagen gekapert, es wurden auch die Fahrer entführt. Die Rede ist von 2 Fahrern. Jedoch die Tagesschau vom 07.09.2009 berichtete, dass 4 Menschen entführt wurden. Auch dem Feldjägerbericht (de-isaf-cas-kunduz-sep09) ist zu entnehmen, dass mehrere Fahrer verbrannt sind.

Ich zitiere (S.27, vorletzter Absatz): Kurze Zeit später wurde die PolStation PD III KGZ besucht, es befand sich dort keine verbrannte Leiche mehr. Angeblich habe es sich um einen der beiden Fahrer aus dem Führerhaus eines Tanklastwagens gehandelt. Nach Aussage Station-Cdr wurden die verbrannten Leichenteile gegen Mittag freigegeben, er könne keine Angaben zum Verbleib dieser Überreste machen.

Um die Angelegenheit zu klären, ist m.E. eine Vorladung des Fahrers Abdul Malek, der das Desaster überlebt hat, sowie der Feldjäger, die die Angelegenheit vor Ort untersuchten, unumgänglich.

Wie ich unter anderem einem Bericht aus dem Standard (Österreich) entnehme, wird die Tötung von Zivilisten bei einem Angriff als Kriegsverbrechen gewertet, wenn die Zahl der Opfer im Vergleich zum militärischen Nutzen unverhältnismäßig hoch ist. Anderen Berichten nach kann nur der Vorsatz der Tötung und nicht eine Fahrlässigkeit einer Handlung als Verstoß gegen das Völkerstrafgesetzbuch geahndet werden.


Sollten die Ermittlungen aus dem erst genannten Grunde eingestellt werden, bitte ich das besonders zu betonen. Denn unsere Aufbauhelfer und unsere Soldaten haben ein Recht darauf zu erfahren, wie viele Taliban ihr Leben wert ist. Veröffentlichen Sie dieses Verhältnis bitte unbedingt. Beispiel: Wenn vier Soldaten entführt werden, dürfen diese durch die eigenen Streitkräfte getötet werden, wenn mindestens 40 Taliban eliminiert werden können. (Verhältnis also 1:10).

Trifft es aber zu, dass der Vorsatz der Tötung geahndet wird, so nehmen Sie bitte unbedingt zur Kenntnis, dass es sich allemal um einen Tötungsversuch handelt. Denn Herr Abdul Malek überlebte das Bombardement nur mit viel Glück.

Zudem weise ich auf den gerade abgeschlossenen Fall Boere hin. Dieser Mann hat Schreckliches verbrochen. Doch wie viele seiner Vorgesetzten wurden verurteilt? Filbinger und Co. werden heute noch geehrt.

Abschließend bitte ich Sie eine Aussage über die Bestandskraft des erst 2002 in Kraft getretenen Völkerstrafgesetzbuches mitteilen. Ist es möglich, dass diese Vorschriften durch eine spätere Gesetzgebung wieder aufgehoben werden können. Dass ein bereits eingestelltes Verfahren dann wieder aufgenommen werden kann?

Für eine Antwort danke ich Ihnen im voraus!


Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

 

26.3.10 14:49


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