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Petition an die Drogenbeauftragte des Deutschen Bundestages Frau Mechthild Dyckmans vom 27.02.2010

Heroin aus Afghanistan mit höchstem Reinhaltsgehalt zum Spottpreis von 25,00€ läßt der amerikanische Nobelpräsi Obama zu vertreiben. 30.000 Menschen starben in Russland in 2009 an dem Gift. Und die Welle schwemmt auch über Deutschland hinweg. Deshlb meine Petition an Frau Dyckmans, die sie an den Petitionsausschuss weitergeleitet hat.

 

Manfred Fenn, Bredhornweg 76, 25488 Holm
Per Fax: 030/227-76475 und 030/20640-4960
Frau
Mechthild Dyckmans
Drogenbeauftragte des Deutschen Bundestages
Platz der Republik 1
11011 Berlin                                                         Holm, den 27. Februar 2010


Petition - Heroin aus Afghanistan


Sehr geehrte Frau Dyckmans,
in der Anlage sende ich Ihnen einen Bericht aus dem Standard (www.standard.at), der besagt, dass die USA keine Opium-Plantagen in Afghanistan mehr zerstören wird. Dieses klingt, wie auch der Chef der russischen Drogenkontrollbehörde Viktor Iwanow zitiert wird, nach einer Garantie zur Straffreiheit. Diese nach Amtsantritt von Präsident Barack Obama verkündete neue Strategie bezüglich des Mohnanbaus sichert auch den Export des daraus gewonnenen Heroins aus Afghanistan und den weltweiten Handel dieser gefährlichsten Droge in Bezug auf Suchtpotenzial sowie sozialer Schädigung.

In Deutschland wurde bereits im Jahr 2008 ein Anstieg auf 1.449 Drogentodesfälle, das sind 3,9% mehr als im Vorjahr, registriert. 72.200 Substitutionspatienten wurden gemeldet. (lt. Drogen- und Suchtbericht 2009). Der Bericht des Rimbos-Institutes sagt aus, dass eine Heroinüberdosierung unter den direkten drogenbedingten Todesfällen am häufigsten auftritt.

Zwar wurde in 2008 weniger Heroin sichergestellt als in 2007, doch liegt der Korrelationskoeffizient r2 mit 0,262 recht nahe bei 0, Das heißt, es besteht kaum ein Zusammenhang zwischen der beschlagnahmten Menge der Droge und der Anzahl der Drogentoten. (Untersuchung Mischa Wirth, Schweiz, s. www.kanti-wohlen.ch)

Der Deutschen Suchthilfestatistik ist zu entnehmen, dass 9,6% der Konsumenten von Opioiden HIV-positiv getestet wurden. Die Anzahl der Hepatitis C Infizierten liegt wesentlich höher. Auch die Zahl der an Hepatitis B und Tuberkulose Erkrankten zeigt eine starke Korrelation zum Konsum intravenös verabreichter Drogen, zu denen insbesondere das Heroin zählt.
Der Reitox-Bericht 2008 zeigt auf, dass der Reinheitsgrad des Heroins, der 1997 noch bei 9% lag, in 2006 auf 15,6% und in 2007 gar auf 20.3% stieg. Der Straßenverkaufspreis fiel auf ein Minimum von 35,60€ pro Gramm. Persönliche Recherchen ergaben, dass der Preis für ein Gramm Heroin in Hamburg bei nur noch 25,00€ liegt.
Bereits 1996 wurde die Zahl der Heroin‑Konsumenten weltweit auf mehr als 50 Millionen Menschen geschätzt (fast 1% der Weltbevölkerung), in Europa auf etwa 0,5 bis 1,5 Millionen (vgl. Geschwinde 1996:217). In Russland hat sich die Zahl der Heroinkonsumenten in den letzten 10 Jahren verzehnfacht. Die Folge sind 30.000 Tote Russen. (dts, Deutsche Textservice Nachrichtenagentur vom 22.10.2009) Auch das sind Menschen. Die Zahl der Toten weltweit kann nicht erfasst werden, da in vielen Ländern der Dritten Welt keine zentralen rsp. ähnlich funktionierende Behörden wie in Europa und den USA existieren.
Von 2001 bis 2007 stieg die Menge des aus Afghanistan exportierten Heroins auf 92% des Gesamtvolumens des auf dem Weltmarkt befindlichen Stoffes. Die Opiumernte 2008 erbrachte rd. 8.500 Tonnen in Afghanistan während in Burma (Myanmar) und Laos nur noch 410 Tonnen angebaut wurden.
Insbesondere über Usbekistan und die Balkanroute kommt das Heroin auf den deutschen Markt. (http://uzbekistan.usembassy.gov/incsr_2009.html) und (http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/AB/AB_01580/fnameorig_160194.html).
Das Bundesmodellprojekt „Heroingestützte Behandlung“ hilft nur Alt-Usern. Die neue Heroinwelle, die nun aus Afghanistan über die Welt und eben auch in die Bundesrepublik schwappt, gefährdet jedoch speziell aufgrund des Reinheitsgrades der Droge Neueinsteiger in die Drogenszene.
Nach einer Handvoll Fakten, sehr geehrte Frau Dyckmans, komme ich nun auf mein Anliegen zu sprechen. Ich bitte Sie, der neuen Strategie des US-Präsidenten und der Nato entgegenzutreten, da durch die jetzt fast unumschränkte Duldung des Mohnanbaues in Afghanistan Jahr für Jahr mehr Menschen in Kontakt mit dem Heroin kommen, abhängig werden und häufig an der Droge oder an den Folgen des Konsums (Aids, Hepatitis C, etc.) sterben.

Zum menschlichen Elend kommen unbezifferbare Kosten aufgrund erhöhter Drogenkriminalität und der Ausgaben im Gesundheitsbereich.
Das Experiment der Gestattung der Mohnfelder in Afghanistan ist absurd und kontraproduktiv. Auch unter den Taliban hatten die Bauern durch Anbau von Lebensmitteln ein Einkommen, das die notwendigsten Bedürfnisse deckte. Eine gezielte und direkte finanzielle Unterstützung dieser Menschen als Beihilfe zur Umstellung von Mohnanbau zum Anbau anderer Agrarprodukte wäre sinnvoll und würde auf lange Sicht viele Menschenleben retten und eben oben erwähnte Kosten sparen. Zudem würde es den Taliban, die nach offizieller Verlautbarung ihre Waffenkäufe durch das Opium finanzieren, die Einnahmequellen nehmen.

Wenn Sie sich engagieren, sich für etwas einsetzen, also für etwas kämpfen, steht immer der Mensch im Mittelpunkt. So steht es auf Ihrer Homepage. Nun bitte ich Sie, Frau Dyckmans, für die Heroinabhängigen in Deutschland und der Welt zu kämpfen. Kämpfen Sie bitte für die Opfer der Drogenkriminalität und letztendlich für den Steuerzahler, der die Kosten des Elends tragen muss.
Die erwähnten umfangreichen Berichte liegen im Bundestag vor. Da die anderen fast ebenso umfangreich sind, bitte ich Sie, diese bei Bedarf im Internet einzusehen. Allein den Artikel vom 27.02.2010 aus dem Standard sende ich Ihnen anbei. Dieses Schreiben stelle ich als offenen Brief auf meine Internetseite www.manfredfenn.de. Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus!


Mit freundlichen Grüßen

 

 

26.3.10 14:57
 


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